Berufsorientierung mit BOP in Nidda

von Anja Rocher

Berufsorientierung mit BOP in Nidda

Vom 23. April bis zum 4. Mai 2018 nahmen die Klassen H7a, H7b und R7 an einem zweiwöchigen Berufsorientierungspraktikum unter der Leitung des Ausbildungszentrums der Bauwirtschaft (kurz: ABZ) in Nidda teil. Den Schülerinnen und Schülern der drei siebten Klassen wurden Berufe zu den Fachgebieten Kosmetik, Friseur, Mosaik, Mauern, Schreinern und Tischlern nähergebracht. Innerhalb dieser zwei Wochen wurden die Klassen in drei kleinere Gruppen eingeteilt. Hierbei wurde darauf geachtet, die Klassen an sich untereinander zu mischen, sodass die Schülerinnen und Schüler lernten, auch einmal mit anderen zu arbeiten – und nicht immer nur mit dem besten Freund oder mit der besten Freundin.

Zum Ablauf:

Jeder Tag in Nidda verlief nach demselben Schema:

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde in einer der drei zur Verfügung gestellten Hallen sowie in einem separaten Seminarraum wurde den Schülerinnen und Schülern das jeweilige Handwerk näher erläutert. In einem Theorieteil wurde auf Warn- und Sicherheitshinweise aufmerksam gemacht, um sicherzustellen, dass sich niemand während dieser Zeit verletzte. Darüber hinaus wurde eine Hausordnung verteilt, die jede bzw. jeder unterschreiben musste. Anschließend wurde von den Instruktoren erklärt, welches die Tagesaufgabe sei und schon konnte es handwerklich losgehen.

In der ersten Woche wurden Tischbeine so zurecht gesägt, dass es den Anschein hatte, ein Seil winde sich um dieses (Art „drehendes“ Muster). Außerdem lernten sie, aus Kalksteinen und Mörtel, der von den Schülern selbst aus Sand und Wasser zusammengemischt wurde, eine exakt waagerecht verlaufende Mauer hochzuziehen. Dies gestaltete sich mitunter gar nicht so leicht wie anfänglich gedacht; das Hantieren mit der Wasserwaage wurde unumgänglich. Auch die Bereiche Mosaik, Friseur und Kosmetik wurden sowohl von Jungen als auch von Mädchen eingehend begutachtet. Sehr schön war die Idee, die Schülerinnen und Schüler selbst ein eigenes Mosaik basteln zu lassen, welches sie als Werkstück mit nach Hause nehmen durften. An Übungsköpfen aus Kunststoff wurden sehr kreative Frisuren einstudiert: Die Schülerinnen und Schüler bekamen eine Frisur erst von der Leiterin des Kurses gezeigt, mussten sie allerdings danach direkt selbstständig ausprobieren.

Nach einem Arbeitstag inklusive der vorgesehenen Unterbrechung der beiden, jeweils fünfzehnminütigen Pausen, wurden die Hallen aufgeräumt, gefegt und alle Arbeitsmaterialien ortsgerecht verstaut. Nachdem dies geschehen war, versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Betreuer bzw. mit ihrer Betreuerin des Tages noch einmal, um einen Tagesbericht schriftlich festzuhalten.

Insgesamt bietet BOP Nidda Schülerinnen und Schülern die Chance, sich mit handwerklichen Tätigkeiten zu beschäftigen. Das Konzept sieht vor, dass sowohl Jungen als auch Mädchen alle Berufsgebiete in diesen zwei Wochen einmal ausprobiert haben müssen. Die Erfahrungen, die viele Schülerinnen und Schüler aus diesem Praktikum mitnehmen, sind mitentscheidend für deren weiteren Berufsweg.

 

Text und Bilder: J. Adelmann

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